Die Ermittlung, Bewertung und Auswahl der Gebiete und Objekte erfolgte nach der Methodik, nach der die Machbarkeitsstudie auf sächsischer Seite erarbeitet worden ist (Bergakademie Freiberg, 2001). Das Ziel besteht darin, das Potential der böhmischen Seite für das Projekt Montanregion aufzuzeigen und nachzuweisen, dass die Kriterien für eine gemeinsamen Antragstellung zur Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO erfüllt werden. In der ersten Phase war eine vorläufige Auswahl der Gebiete (Reviere) getroffen worden, in denen es eine hohe Konzentration noch guterhaltener Denkmale des Erzbergbaus und der Verarbeitung der Erze sowie charakteristischer Landschaftsformen gibt. Es ging dabei nicht um die Erstellung eines vollständigen Verzeichnisses, sondern lediglich darum, die Lage der Denkmale und beispielhaft ihre Einarbeitung in das Projekt darzulegen. In der zweiten Phase war ein Verzeichnis erstellt worden, in dem die bereits unter Denkmalschutz stehen Objekte einschließlich ihrer Registriernummer in den betreffenden Gebieten ebenso wie Sperrgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Reservate und Schutzzonen, auch einschließlich ihrer Registriernummer, aufgeführt sind. In der dritten Phase wurden sechs Denkmale ausgewählt, die nach ihrem technischen Stand und ihrer Umgebung den Auswahlkriterien zur Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO entsprechen. Das Kapitel 8 enthält für den Antrag die Ergebnisse der Beurteilung sowie Empfehlungen. Keiner der durchgeführten Auswahlschritte ist bisher mit den betreffenden tschechischen Instituten und Eigentümern besprochen worden, weil es bei diesem Material zunächst nur um die Beurteilung des Potentials für das Projekt Montanregion geht. Folglich sind die Bedingungen noch nicht bekannt, unter denen die Übereinstimmung mit den Projektzielen hergestellt werden kann. Das betrifft Rechtsfragen, Fragen der Unterhaltung, der Nutzung und der weiteren Entwicklung. Die Einzelheiten dazu werden Bestandteil weiterer Arbeitsschritte in den folgenden Etappen der Projektbearbeitung sein und werden zum Gegenstand eines Durchführungskonzepts. Die Auswahl der Objekte wurde zunächst auch noch nicht im Detail mit den sächsischen Partnern, vornan den Initiatoren des Projekts, dem Förderverein Montanregion Erzgebirge, besprochen. Diese vorläufige Auswahl, die in der weiteren Arbeit erweitert und präzisiert werden muß, dient in Zukunft als Grundlage des künftigen Projektfonds. Das setzt voraus, dass die dazu zu erstellende elektronische Datenbank über alle erforderlichen Informationen verfügt, die zur Bearbeitung der denkmalspflegerischen, verwaltungsmäßigen, technischen, eigentumsrechtlichen und aller sonstigen Aufgaben notwendig sind. Erst nach der Einrichtung dieser Datenbank kann ein konkretes Angebot erarbeitet werden, das den Kriterien für die Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO entspricht.