
Horní Slavkov - Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand neben einer alten Bergbauansiedlung eine neue Bergarbeiterkolonie. Nach der Zuwanderung von Bergleuten aus Sachsen entstand um das Jahr 1335 eine Stadt. Dank eines stürmischen Wachstums der Förderung vor allem von Zinn- und Silbererzen, kam es um den Übergang vom 15. zum 16. Jahrhundert zur Berufung eines hohen Bergamts für das Gebiet des Slavkovský les. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts mußte man wegen des großen Zustroms herbeigerufener Bevölkerung weiter ausbauen, auch über die Stadtmauer hinaus. In den Jahren 1525 und 1526 wurde hier eine Münze betrieben. In der Umgebung wurden Wasserläufe zusammengeführt und Kanäle angelegt und in eine Talsperre eingeleitet, aus der dann Aufschlagwasser auf die Bergbau- und Erzaufbereitungsanlagen geführt wurde. Im Jahr 1547 wurde Horní Slavkov zu Freien Königlichen Bergstadt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts deutete sich ein dauerhafter Rückgang der Erzförderung an, der zur Auflösung des Bergamts der Stadt führte. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Leinenweberei und die Zinnverarbeitung. 1792 entstand hier die erste Porzellanfabrik im Böhmischen Königreich, die noch heute unter dem Namen ihrer Gründer firmiert, Haas & Czjzek. Der Erzabbau wurde auch im 19. Jahrhundert in eingeschränktem Umfang fortgesetzt. Er entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert wieder stärker. Zu Zinn- und Wolframerzen kam Uranerz dazu. Der gesamte Erzabbau und die Erzaufbereitung wurden dann aber 1991 gänzlich eingestellt.

Der Stolz der Stadt war bis zum 20. Jahrhundert der einzigartige Charakter als Renaissancestadt. Sie war praktisch von den Einflüssen späterer Baustiele unberührt geblieben. Nach 1950 aber kam es zum Verfall der wertvollen historischen Bausubstanz, was zu ihrer allmählichen Liquidierung und zur Zerstörung des vorhandenen städtebaulichen Denkmals führte. Erhalten bleiben nur einzelne Bürgerhäuser, Gebäude aus der Zeit der Spätgotik und Renaissance, die spätgotische Wehrkirche des Heiligen Georg von 1520 und der in der Nähe stehende Glockenturm aus der gleichen Epoche. Eine Besonderheit ist die rund gemauerte Hinrichtungsstätte von 1598 auf dem Berg ©ibenièní vrch. Der Ort zeigt sich seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ganz im Stile des sozialistischen Realismus.


Krásno - Der Ort, der urkundlich erstmals im Jahr 1241 erwähnt wurde, entstand auf einer alten Bergbauansiedlung. Im Jahr 1355 wurde Krásno eine Marktflecken und bekam Freie Bergbaurechte verliehen. Bergstadt wurde sie 1529 und Königliche Bergstadt im Jahre 1547. In der Umgebung der Stadt befanden sich Zinnerzgruben von europäischer Bedeutung. Doch bereits zum Beginn des 16. Jahrhunderts erlebte sie ein erstes Nachlassen des Bedarfs, aber der Abbau wurde noch bis ins 19. Jahrhundert betrieben. Die Herstellung von Porzellan wurde ein neuer bedeutender Wirtschaftszweig. Im Jahr 1848 vernichtete ein Stadtbrand sämtliche Denkmale. Nach 1945 war die Stadt zerstört die Einwohnerzahl sank auf eine Viertel und die Anzahl der Gebäude auf ein Drittel des Vorkriegstandes. Im 20. Jahrhundert baute man hier außer Zinn- und Wolframerzen auch Uranerz und Späte ab.
Auf dem Gelände der ehemaligen Zinngrube Wilhelm befindet sich die Krásnoer Bergbauausstellung. Sie wurde 1998 eröffnet und bildet den Hauptbestandteil des errichteten Bergbaufreilichtmuseums. Hier werden erhaltene Gebäude und technische Ausrüstungen vergangener Jahrhunderte gezeigt.

Über der Stadt steht auf dem Krásnoer Berg (777 m NN) ein Aussichtsturm in einmaliger Bauweise. Von diesem 1934 errichteten steinernen Turm mit seiner sich außen aufwindenden Wendeltreppe hat man einen schönen Ausblick auf die weitere Umgebung.