
Im nordwestlichen Teil des Vorerzgebirges liegt zwischen Karlovy Vary und dem Gebiet von Cheb das Sokolover Braunkohlebecken. Das Gebiet von etwa 100 km2 erstreckt sich beiderseits der Ufer des Flusses Ohøe, der so etwas wie die Längsachse des Gebiets darstellt. Das Gelände steigt nach Norden bis zum Fuß des Erzgebirges und im Süden bis an die Hänge des Slavkovský les an. Der Charakter der Landschaft hat sich in den vergangen zwei Jahrhunderten infolge des Kohlebergbaus und der industriellen Entwicklung grundlegend gewandelt.


Die Braunkohle liegt hier in einigen mächtigen Flözen, bedeckt durch bis an die hundert Meter mächtigen Abraum. Ebenso wie im Nordböhmischen Becken wurde die Kohle zunächst im Tiefbau, später im Tagebau gewonnen. Von Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ging die Kohleförderung zurück und pegelte sich bei etwa 10 Mio. t im Jahr ein. Das Interesse besteht an einem Kohleabbau und der Kohleverarbeitung mit ökonomischen Effekt zum Beispiel durch Brikettierung und ökologischer Rücksicht und an der Rückgabe der Landschaft nach dem Abbau durch Rekultivierung für eine bestimmte Folgenutzung. Im Revier arbeiten moderne gasbefeuerte Kohlekraftwerke, für die die Kohle vergast und dieses Gas als Energieträger eingesetzt wird. In moderner Wärme-Kraftkopplung wird Elektroenergie und Wärme erzeugt.
Im gegenwärtigen Umfang kann die Kohle des Reviers noch etwa dreißig Jahre lang genutzt werden. Im Westen des Revieres von Sokolov liegt das Chebsker Kohlebecken, in dem der Abbau bereits eingestellt ist.

Der vorstehend definierte Randbereich, der nach der Spezifierung durch geologische und begriffliche Festlegungen des Projekts Montanregion beschrieben ist, hat oder hatte historische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Beziehungen, die in diesem Gebiet langzeitlich gemeinschaftlich Einfluß ausgeübt haben. Auf der Grundlage der Präzisierung des Projekts Montanregion wird im Detail der Grad der Übereinstimmung zum Randgebiet und zu seinen baulichen und sonstigen materiellen und immateriellen Denkmalen festgestellt. Sicher wird dabei auch auf die Kurorte des Vorerzgebirges verwiesen, die in Europa weithin bekannt und beliebt sind.
