Die Untersuchung hat gezeigt, dass es auf der böhmischen Seite des Erzgebirges ein Potential gibt, mit dem das Projekt Montanregion, dass von 1999 auf sächsischer Seite erarbeitet wurde, ergänzt werden kann. Das ist in Bezug auf den technischen Stand und den Status der Mehrzahl der Denkmale des Bergbaus und des Hüttenwesens nicht völlig identisch. Aber es wurde dennoch eine ganze Reihe von einmaligen Denkmalen gefunden, die für eine vorläufige Aufnahmeliste vorgeschlagen werden können.
Im Antragsraum gibt es nur zwei Gebiete mit erhöhtem Denkmalsschutz. Das ist das Nationale Kultur-denkmal Zisterzienserkloster Osek (1995 unter Registriernummer 42489/5-2722 unter Schutz gestellt), in dem das romanische Lesepult aus Sandstein ein Denkmal von internationalem Rang darstellt. Dem Kloster Osek kommt eine entscheidende Bedeutung bei der Besiedlung des mittleren Teils des Erzge-birges und für den Erfolg des Erzbergbaus vom 13. bis zum 17. Jahrhundert zu. In bedeutendem Umfang förderte es gemeinsam mit seinem Gönner, dem Adelsgeschlecht der Hrabischitzer, die bis zum 15. Jahrhundert in der gesamten Region des Erzgebirges wirkten, nicht nur die Entwicklung auf dessen böhmischer Seite, sondern damit gleichzeitig die Entwicklung der nordwestlichen Gebiete des gesamten tschechischen Staates. Die Hrabischitzer, aber auch das Kloster, waren Eigentümer der Gruben und waren bedeutende Bergbauunternehmer.

Das zweite Gebiet gehört auch zum Erzrevier von Osek und Hrob, gilt aber dem Kohlebergbau. Es ist ein Denkmal für die Opfer der Katastrophe auf Schacht Nelson lll, die sich 1934 ereignet hat (2002 unter Registriernummer 11775/5-2699 unter Schutz gestellt).

Alle übrigen Denkmale, die sich im beschrieben "Revier" befinden, sind im Staatlichen Denkmalsre-gister bzw. im Verzeichnis der Technischen Denkmale eingetragen, oder es sind Sehenswürdigkeiten, deren Eintragung in die Liste der geschützten Denkmale angestrebt wird.
Für die Beurteilung des Kerngebiets war noch heranzuziehen:
In der Beschreibung der ausgewählten Denkmale und im Verzeichnis der geschützten Objekte, die einen Bezug zum Projekt Montanregion haben, sind die Fakten dazu aufgeführt.
Die Auswahl der Denkmale zur Aufnahme in ein vorläufiges Verzeichnis erfolgte ausschließlich im Kerngebiet. Objekte aus den Randgebiete wurden nicht berücksichtigt. Die Auswahl erfolgte so, dass sie charakteristische und außergewöhnliche Beiträge der tschechischen Seite zum Projekt darstellen. Die Auswahl erfolgte ungeachtet des Zustands der Denkmale. Die Vorschläge sind bis jetzt noch nicht mit anderen Fachleuten oder den Eigentümern besprochen worden. Es geht hier lediglich um die Darstellung des Potentials der böhmischen Seite des Erzgebirges. Dabei wurde darauf geachtet, dass sich die Standorte der ausgewählten Objekte über das gesamte Kerngebiet erstrecken. Ein Problem war dabei die Konzentration von Objekten im westlichsten Teil der Vorgebirgsregion. Das Gebiet um Pøebuz verfügt über eine große Anzahl von Denkmalen zum Abbau und der Verarbeitung von Erzen. Zu den einzelnen Objekten wurden Informationen über den historischen Kontext und die Beziehungen zu weiteren Denkmalen am Standort und in der Umgebung zusammengestellt.
Ausgewählt wurden folgende Objekte:


